Was
ist Geomantie?
Geomantik bedeutet
ursprünglich
Weissagung aus der Erde und beansprucht, eine ganzheitliche
Form der Naturwissenschaft zu sein. Die Geomantie beschäftigt
sich damit, "natürliche Energieströme" und "Energiezentren" auf
der Erdoberfläche auszumachen und in landschaftsgestalterische
Maßnahmen einzubeziehen. In der Geomantik wird
der Lebensraum als ein vernetztes System aus Energien, Informationen
und Beziehungen zueinander gesehen. Sie stellt Fragen nach
der " Magie von
Orten" wie: · Warum gelten Orte als heilig? · Warum
werden an ein und demselben Ort über Jahrtausende Gottheiten
verehrt und Wallfahrten unternommen? · Gibt es Wasseradern
, " Erdstrahlen ", o.ä.? · Gibt es großräumige
Landschaftsstrukturen, liegen z.B. auffallende Steine, oder
Landmarken auf besonderen Linien. Die Geomantie sieht
ihre Aufgabe im Verstärken
so genannter "positiver" und im Abschwächen so
genannter "negativer
Kräfte und Energiefelder", um so ein Optimum an Harmonie
im Lebensumfeld zu erreichen.

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Geomantie - das
westliche Feng Shui
Es
könnte
der Eindruck entstehen,
dass Feng Shui eine weitere esoterische
Geheimlehre sei, die ohne die nötige philosophische Verankerung
im Westen übernommen
wird, wie das bei manch anderen Gebieten der Fall ist. Dem ist
aber nicht so. Feng Shui hat ein westliches
Pendant, die Geomantik oder Geomantie,
die auf dem europäischen Kontinent seit
alters her bekannt ist. Das Messen von Energieströmen mit
Rute und Pendel (Radiästhesie) wurde früher
bei der Suche nach besonders wichtigen Standorten eines Bauwerks
eingesetzt. Nach diesen Methoden wurden Bauplätze für Kirchen, Kathedralen
oder andere geweihte Orte ermittelt. Insbesondere der Templer-Orden
in Frankreich nutzte das Wissen der Geomantie im
Mittelalter. Mit der Zerschlagung des Ordens gingen diese Kenntnisse
allerdings weitgehend verloren. Zahlreiche sakrale, gotische
Bauten wurden im späten Mittelalter
mit geomantischen Regeln erbaut. So erstaunt auch heute noch
die Wahl der Standorte und innerhalb der Kathedralen die Akustik
der Räume, die auch leise geflüsterte Worte bis in
die hintersten Ecken gut hörbar wiedergeben. Selbst profane
Bauten wie beispielsweise alte Bauernhöfe und Gärten
sind weitgehend nach den Regeln der Geomantie angelegt
worden, die denjenigen des chinesichen Feng Shui durchaus entsprechen.
Viele der früher angewandten Bau- und Einrichtungsgrundsätze
gingen in der Moderne verloren oder wurden als altmodisch abgetan. |