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Reichenbachfälle

 

 

Die Schönheit des wuchtigen Falles und die landschaftlichen Reize seiner Umgebung werden schon seit den Anfängen des Tourismus geschildert. Eine Sherlock Holmes-Gedenktafel bei der Drahtseilbahn erinnert daran, dass Conan Doyle von der Wildheit dieses Wasserfalles so stark beeindruckt war, dass er beschloss, seinen weltbekannten Detektiven Sherlock Holmes im Kampf mit dessen Erzfeind Prof. Moriarty in den Reichenbachfällen abstürzen und sterben zu lassen.reichenbachfall

 

Die Drahtseilbahn bringt Besucher hinauf zur Plattform, wo das letzte Duell stattfand und gleichzeitig zum Ausgangspunkt einzigartiger Wanderungen durch das Rosenlauital - Grosse Scheidegg - Grindelwald. Grosser Busparkplatz bei der Talstation.

Drahtseilbahn zum Reichenbachfall

Wildromantische Fahrt auf der Nostalgiebahn entlang den imposanten Wasserfällen.

Offen ab Mitte Mai bis 3. Oktober, 9.00-11.45 h und 13.15-17.45 h, Juli und August durchgehend von 09.00 bis 18.00 Uhr, alle 15 Minuten. Abendfahrten auf Anmeldung. Sherlock Holmes Combi (Drahtseilbahnfahrt und Eintritt ins Sherlock Holmes Museum) und Aareschlucht Combi (Drahtseilbahnfahrt und Eintritt in die Aareschlucht).

 

www.reichenbachfall.ch

 

Sherlock Holmes und die Reichenbachfälle
Ausschnitt aus dem Roman von Arthur Conan Doyle:
"Am 3. Mai 1891 erreichten wir (Dr. Watson und Sherlock Holmes) das Dörflein Meiringen und nahmen Logis im Hotel Englischer Hof, das damals von Peter Steiler senior geführt wurde. ... Auf seinen Rat hin machten wir uns am 4. Mai nachmittags auf, um über die Berge zu wandern und die Nacht im Weiler Rosenlaui zu verbringen. Wir mussten ihm jedoch versprechen, um keinen Preis die Reichenbachfälle zu versäumen, die etwa auf halber Höhe des Berges liegen und mittels eines kleinen Umweges leicht zu erreichen sind. ... Es ist wahrhaftig ein gewaltiger Anblick. Die durch das Schmelzwasser angeschwollenen Wassermassen stürzen aus grosser Höhe in den furchterregenden Abgrund, aus dem der sprühende Wasserstaub aufsteigt wie Rauch aus einem brennenden Haus. ... Der Anblick der endlos hinunterbrausenden, hohen, grünen Wassersäule und der aufwärts sprühenden, flimmernden Gischtwand mit ihrem unaufhörlichen Wirbeln macht einen ganz schwindlig".

Der englische Arzt Arthur Conan Doyle wurde Ende des vergangenen Jahrhunderts von einem Augenleiden befallen. Um sich dennoch den Lebensunterhalt verdienen zu können, fing er an, Kriminalromane zu schreiben. Seine Hauptfigur war der Detektiv Sherlock Holmes. Conan Doyle besuchte im Jahre 1891 das Haslital, hielt sich mehrere Tage im Hotel Des Alpes auf und wurde ein Freund der Familie Flotron-Willi. Beim Anblick des tosenden Reichenbachfalls kam ihm die Idee, diesen als Kulisse für das furiose Ende seines Romanhelden einzusetzen.
In der Kriminalgeschichte "Der letzte Fall" hatte Holmes einen ebenbürtigen Gegner namens Professor Moriarty. Die Festnahme des überaus raffinierten Verbrechers misslang trotz Holmes‘ genauer Planung, und alsbald sah er sich von Moriarty verfolgt, der sich für seinen Ruin rächen wollte. Die Verfolgung endete bei Meiringen am Reichenbachfall. Holmes und sein ständiger Begleiter Dr. Watson stiegen zum Wasserfall empor. Unter einem Vorwand wurde Dr. Watson wieder ins Dorf zurückgerufen und Holmes blieb in die Betrachtung des Falles vertieft zurück. Dort fand ihn Moriarty, der ihm heimlich gefolgt war. Er sah endlich die Zeit für seine Rache gekommen und versuchte, Sherlock Holmes in die tosenden Wasser zu stossen. Es entstand ein wildes Handgemenge und beide stürzten in die Tiefe. Dr. Watson, im Tal angekommen, bemerkte die Täuschung und eilte somit schnellstens zurück. Er fand nur noch Holmes‘ Alpenstock an die Felswand gelehnt und auf dem Rand des Felsblocks Holmes‘ silberne Zigarettendose mit drei Seiten aus seinem Notizbuch; von den beiden Kontrahenten fehlte jede Spur.

1957 kamen Vertreter des Sherlock-Holmes-Clubs nach Meiringen, um am Reichenbachfall eine Erinnerungsstätte für den legendären Detektiv zu schaffen. Nach langem Debattieren einigten sie sich auf die "richtige" Stelle, an der der Kampf stattgefunden haben soll, und markierten diese mit einem weissen Stern. Von der Bergstation der Reichenbachfallbahn ist der Stern auf der andern Seite der Schlucht gut sichtbar. Bei der Talstation wurde ausserdem eine Gedenktafel zu Ehren Sherlock Holmes angebracht.

 

 

 

 

 

 

 

 

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