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Thunerseeregion - Kraftorte und Kraftplätze
Seit 5000 Jahren bewohnt und während
Jahrhunderten als Tor vom Süden zum Norden am Drehpunkt der
Geschichte ,
ist die Thunersee Region nicht nur landschaftlich von grossem Reiz,
sie ist auch historisch faszinierend und von Mythen und Legenden
geprägt wie kaum ein anderes Seegebiet. Davon zeugen natürliche
Kraftorte mit
steinzeitlichen Kultsteine, keltischen Heiligtümer, aber auch
die Spuren frühchristlicher Stätten und mittelalterliche
Kirchen. 
Mit ihren kraftvollen Landschaften
und Orten, dem See, den vielen Hügeln, Höhlen und Alplandschaften,
Fluss- und Waldpartien, aber auch dank der über 1000-jährigen
Geschichte mit all den alten Kultstätten, Siedlungen und frühmittelalterlichen
Kirchen ist die Thunerseeregion prädestiniert für Kraftorte.
Die vielen kraftvollen und energetischen
Landschaften und Orte der Region sind seit jeher bekannt. Dank
ihnen begann der eigentliche Tourismus, die Gäste kamen wegen
der Kraft der Natur, in der sie sich erholten, stärkten und
inspirieren liessen.
Die Thunerseeregion ist reich an Kraftorten, die zum Teil auf Wanderungen oder
im Rahmen von Ausflügen besucht werden können.
St.Beatushöhle
www.thunersee.ch
Die 12 tausenjährigen
Kirchen
Mitte des 15. Jahrhunderts berichtete
der Priester Elogius Kiburger in der Strättliger Chronik vom
längst ausgestorbenen Geschlecht der Burgherren von Strättligen.
Das vierte Kapitel dieser Chronik erzählt von König Rudolf
II. von Hochburgund, der mit seiner sagenumwobenen Gemahlin, der
Königin Berta, um das Jahr 933 auf der Burg Strättligen
am Thunersee lebte.
König Rudolf habe im Traum eine grosse Stadt mit 12 Toren erblickt. Auf
jedem Tor sah er einen Engel Wache halten. Ein Priester deutete ihm den Traum
und riet dem König, 12 Tochterkirchen des "Gotteshauses im Paradies" (so
wurde Einigen damals bezeichnet) zu erbauen.
Der König setzte den Rat sogleich um und liess in Frutigen,
Leissigen, Aeschi, Wimmis, Uttigen, Thierachern, Scherzligen, Thun, Hilterfingen,
Sigriswil, Amsoldingen und Spiez die 12 Kirchen bauen. Die Bauarbeiten zogen sich bis ins 11. Jahrhundert
hin.
Die Standorte der 12 Thunerseekirchen liegen
an Kraftorten. Es handelt sich um Zonen mit
erhöhter natürlicher Energie. Bemerkenswert ist,
dass an diesen Kraftorten auffällige landschaftliche Merkmale,
wie besonders schöne Seen, Berge, Bäume, Bäche
oder Waldhaine in Erscheinung treten. Klöster und Kirchen
wurden oft an solchen Orten gebaut.
Es fällt weiter auf, dass sich diese Kraftorte an Stellen befinden,
an denen schon in der Frühzeit sich Menschen versammelt haben, um gemeinsam
zu feiern und Rituale abzuhalten. Die Region um den Thunersee war
schon in vorchristlicher Zeit besiedelt. Eine Reihe steinzeitlicher Kultstätten,
keltische Heiligtümer und frühchristlichen Stätten sind Zeugen
aus diesen Zeiten. Die Tradition der heiligen Landschaft hat sich von der Antike
bis heute erhalten.
Die tausendjährigen Kirchen um den Thunersee sind alle sogenannte
orientierte Kirchen. Das bedeutet, dass sie von Osten nach Westen
angelegt sind. In der Regel befindet sich der Haupteingang im Westen
und der Altar im Osten. Der
Grundriss der Kirchen bildet ein Kreuz. Oft sind auch viele Tierfiguren
abgebildet, was die Präsenz der Natur im Kircheninnenraum
verdeutlicht. In der Kirche Amsoldingen finden wir einen Taufstein
mit Tiersymbolen.
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